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Artikel in der WAZ vom 18.12.2014 – Essen Südviertel.

http://www.derwesten.de/staedte/essen/sued/heimatgefuehle-in-bildern-kuenstlerin-zeigt-grubengold-id10156274.html

GrubengoldausstellungHeimatgefühle in Bildern – Künstlerin zeigt „Grubengold“

Im Oktober eröffnete Rahel Herden ihr Atelier im Südviertel. Für die Ausstellung „Grubengold“ arbeitete sie mit einer Essener Facebook-Fotogruppe zusammen.

Rahel Herden ist eine frische Ruhrgebiets-Pflanze: Geboren in Wuppertal und wohnhaft in Düsseldorf, eröffnete sie im Oktober ihr Atelier „Art Raum“ an der Moltkestraße im Südviertel. Dabei fiel ihr schon nach wenigen Tagen auf, wie sehr sich ihre Nachbarn und Bürger mit der Stadt identifizieren.
„Das Thema Industriekultur hat mich von Beginn an fasziniert. Und auch die Menschen hier sind stolz auf den Imagewandel“, hat die 59-Jährige beobachtet. „Grubengold“ heißt die Ausstellung, die sie am Freitag, 19. Dezember, eröffnet.

Dort setzt sie ihre moderne Malerei in Kontrast zu Bildern von Essener Hobby- und Profi-Fotografen. Zentrales Motiv: Die Zeche Zollverein – aus verschiedenen Blickwinkeln und in unterschiedlichen Stimmungen in Szene gesetzt. Über die Facebook-Seite „Essen in Bildern“, die der Fotograf Stefan Kalscheid initiiert hat, rief Rahel Herden zu einer Art Foto-Wettbewerb auf. „Mich hat beeindruckt, wie professionell die Bilder sind. Die Resonanz war überwältigend, mir wurden mehr als 40 Fotografien geschickt“, sagt sie. Zehn Bilder von fünf Essenern wählte sie am Ende aus. Darunter etwa die durch den Bürgerverein Moltkeviertel bekannte Christiane Becker und auch Stefan Kalscheid, der für seine nüchterne Revier-Fotografie im Retro-Stil bekannt ist.

Video-Präsentation mit historischen Bildern

Nur die Bilder zu zeigen, sei ihr aber zu unpersönlich gewesen, „ich wollte auch die Menschen in den Mittelpunkt rücken“, sagt Herden. Und so rief sie „ihre“ Fotografen auf, in den Familienalben zu stöbern. Nach historischen Bildern, die den Charakter Essens und des Ruhrgebiets widerspiegeln. Zahlreiche Motive, oft in Schwarz-Weiß, kamen zusammen. In Form einer Video-Präsentation ergänzen sie die Ausstellung. Zu Grönemeyers Ruhrgebiets-Hymne „Bochum“ flackern historische und bislang größtenteils unveröffentlichte Motive von Grubenarbeitern ebenso über den Bildschirm wie Motive von Hausfrauen, typischen Arbeiterfamilien, Schrebergärten und Taubenschlägen. „Ich habe mich gefragt, ob das nicht zu kitschig ist. Am Ende aber ist eine Mischung aus allem doch das, was die Region bis heute prägt“, glaubt Herden. Vielleicht ist es ihr unverstellter Blick und der Mut zum ein oder anderen Klischee, der „Grubengold“ am Ende dennoch authentisch wirken lässt, Heimatgefühl vermittelt.

  1. Auch auf der Facebook-Seite „Essen in Bildern“ sind es schließlich meist Wahrzeichen wie Zollverein und historische Bilder der Stadt, die den meisten Betrachtern gefallen. Mit dem Thema Identität habe sie in Essen Fuß fassen wollen, sagt Rahel Herden: „Ich wollte etwas machen, in dem sich die Menschen wiedererkennen.“ Sie selbst fühle sich immer noch wie eine Touristin, erzählt sie: „Ich nutze meine freie Zeit immer, um die Stadt zu entdecken. Ideen für weitere Ausstellungen gibt es bereits.“

    Jennifer Schumacher

 

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Oberbergische Volkszeitung 9. April 2013

 

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Meinerzhagener Zeitung 4.Oktober 2009

 

IMG_1228Meinerzhagener Zeitung 6.Oktober 2009

 

IMG_1231Meinerzhagener Zeitung 22.3.2008

 

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